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Vilniaus universiteto Vokiečių filologijos katedra ir Vokiečių kalbos draugijos (GfdS) Vilniaus padalinys visus susidomėjusius kviečia į susitikimą su Benjamin Baumann tema "Widerstand, Kunst & Literatur - Wie schreibt es sich in einer Welt aus den Fugen?".

Susitikimas vyks 2026 m. rugsėjo 17 d., 15 val., Germanistikos studijų kabinete (A9). Renginį moderuos doc. dr. Aleksej Burov.

Daugiau informacijos vokiečių kalba:

Literatur macht das Fremde als etwas Eigenes erfahrbar, das Eigene als etwas Fremdes. Birgt diese grundlegende Irritation einen kunst-ethischen Anspruch, der in seiner Humanität radikal und universalistisch sein sollte?
Ist der literarische Entwurf desMöglichen widerständig gegenüber der zwingenden Not desWirklichen? Und ist das Wirkliche gegenwärtig wirklich aus den Fugen?
Gerade in der ironischen Selbstüberwindung wird Literatur zum utopischen Ort universeller Menschlichkeit. Wie aber verwirklicht sie das konkret?
Wir brauchen eine aktualisierte Vorstellung davon, was Kunst gegenwärtig sein soll, so Baumann.
Der Kunstbegriff müsse vor denen geschützt werden, die ihn für Interessen missbrauchen, die dem Wesen der Kunst als kritischem Medium gerade widersprechen. Nur dann würde ihr demokratisierendes Potential wieder erkennbarer, ihr Image und ihre gesellschaftliche Bedeutung wachsen.
Benjamin Baumann fragt in Lesungen politischer Lyrik und im Austausch mit dem Publikum nach den Regeln der Kunst und ihrem Verhältnis zur Macht, nach der Möglichkeit, radikal zu schreiben, ohne Komplexität aufzugeben und letztlich nach dem eigenen literarischen Standpunkt und einem Leben im Widerstand – wogegen eigentlich?
Es werden Thesen zur Kunst und deutschsprachige Lyrik gelesen und der Austausch mit dem Publikum gesucht.

Benjamin Baumann
studierte Philosophie, Soziologie, Germanistik und Angewandte Ethik in Dresden und Jena. Er publiziert seit 2013 vorwiegend politische Lyrik und und Essays in verschiedenen Medien.
Er war als Poetry Slammer auf mehr als 200 Bühnen deutschlandweit aktiv, stammt aus der Arbeiterklasse und arbeitete selbst in verschiedenen Brotjobs, etwa im Supermarkt, als Pokerspieler, Nachhilfelehrer oder als Fellow der NGO "Teach First" an einer Oberschule in Leipzig, um sozial-ökonomisch benachteiligte Schüler zu unterstützen.
2024 erschien im Leipziger Literaturverlag sein Debüt >Kollateralschädel<. Er erhielt dafür den Meißner Literaturpreis und wurde von der Akademie für Sprache und Dichtung in die Liste der Lyrikempfehlungen 2025 aufgenommen.
Ende 2026 erscheint sein Langgedicht "Lehrkraftzersetzung" bei sisifo in Leipzig.
Baumann lebt in Leipzig, bereist aber seit März 2026 mit seiner Partnerin Ost-Europa, um herauszufinden, was diesen Kontinent auszeichnet, begrenzt und wohin er steuert.