Vilniaus universiteto Vokiečių filologijos katedra ir Austrijos Respublikos akademinių mainų tarnyba (OEAD: Austrian Agency for International Cooperation in Education and Research) kviečia į tarptautinę mokslinę konferenciją „(Un)vergänglichkeit. Einblicke in die österreichische Literatur / Tarp laikinumo ir amžinybės: įžvalgos į Austrijos literatūrą“.
Konferencija vyks 2026 m. rugsėjo 25-26 d., Germanistikos studijų kabinete (A9)
Su konferencijos programa galima susipažinti čia:
Daugiau informacijos apie konferenciją vokiečių kalba:
Zeit ist neben Raum eine der grundlegenden Kategorien der Orientierung des Menschen in der vorhandenen Wirklichkeit. Spätestens seit Boethius und Augustinus erfolgt ihre Wahrnehmung – zumindest innerhalb des europäischen Kulturraumes – im Rahmen des linear-sukzessiven Modells, das auf die jüdisch-christlichen religiösen Vorstellungen über die Endlichkeit der materiellen Welt zurückgeht. Gemäß diesen Vorstellungen stellt Zeit im Hinblick auf ihren Lauf einen homogenen und irreversiblen Prozess des Übergangs des Zukünftigen in das Vergangene dar. Die Vergänglichkeit sei demnach kein okkasionales Merkmal der Zeit (tempus), sondern ihre Quintessenz. Im Gegensatz dazu ist die Unvergänglichkeit ein Attribut des Transzendenten (aevum). Die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse der Neuzeit (I. Kant, I. Newton, J. Locke u.a.) verdeutlichten ihrerseits den numerischen Wert der Zeit, ohne das Prinzip der Vergänglichkeit in Frage zu stellen. Während beide existierenden Konzepte – das philosophische und das physikalische – eventuelle Abweichungen vom sukzessiv-irreversiblen Verlauf der Zeit ausschließen (Ausnahme: Relativtheorie von A. Einstein), werden in der Kunst auch alternative Modelle der Zeit thematisiert. Die geplante Tagung setzt sich zum Ziel, dem Problemkreis der (Un)vergänglichkeit in der österreichischen Literatur nachzugehen. Zur Debatte werden folgende Phänomene gestellt:
- Pansynchronie, Dyschronie und Anachronismus
- Komprimierung und Akzeleration der Zeit
- Vergegenwärtigung des Vergangenen
- Formen der Vorwegnahme im utopischen bzw. dystopischen Denken
- Formen der Verdinglichung der Zeit (Uhren, Kalender etc.)