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Workshop „Korpora und Editionen: Ansätze der Digital Humanities und didaktische Perspektiven“ versammelt Germanistinnen und Germanisten aus Deutschland, Lettland, Litauen, Österreich und Tschechien

Am 2. und 4. Februar 2026 findet im Rahmen der Institutspartnerschaft der Universitäten Hamburg und Vilnius an der Universität Vilnius ein Workshop zum Thema „Korpora und Editionen: Ansätze der Digital Humanities und didaktische Perspektiven“, gefolgt von einem internen Arbeitstreffen am 4. Februar, statt. Die Vorträge des ersten Tages befassen sich mit der Korpusdidaktik, der Erstellung und Verwendung von Korpora sowie deren Anwendung beim Lehren und Lernen von Fremdsprachen. Prof. Dr. Cordula Meißner von der Universität Innsbruck hält dazu den Plenarvortrag „Möglichkeiten der Korpuspragmatik – am Beispiel der Untersuchung von Indexikalität“.

Der zweite Tag der Konferenz beginnt mit dem Plenarvortrag von Prof. Dr. Jörg Meier (Universität Innsbruck/UPJŠ Košice) „Deutsch- und mehrsprachige Presse in Mittel- und Osteuropa im Kontext der Korpora digitaler Quellensammlungen. Aufgaben und Perspektiven für Lehre und Forschung“. Im Anschluss daran werden ausgewählte Fragestellungen der korpusbasierten Forschung vorgestellt und Vorträge zur historischen Presse, insbesondere zu den in der Zwischenkriegszeit in Litauen herausgegebenen deutschsprachigen Zeitungen sowie zur Erstellung historischer Textkorpora gehalten.

Der dritte Tag der Konferenz wird der Planung der weiteren Zusammenarbeit zwischen den Germanistiken der Universitäten Vilnius und Hamburg im Rahmen des vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanzierten Projekts „Textdidaktik und textbasierte Forschung zu stabilen Verbindungen“ gewidmet. Es werden unter anderem Studien- und Forschungspläne, Austausch von Dozierenden und Studierenden sowie Durchführung des double degree Programms „Germanistik“ im Bachelorstudiengang an den Universitäten Hamburg und Vilnius besprochen.

VU HH 2026

Gastvorträge von Prof. Dr. Julia Nantke und Dr. Marie Flüh (Universität Hamburg) im Rahmen eines GIP-Aufenthalts

Im Rahmen eines GIP-Aufenthaltes zwischen den Universitäten Hamburg und Vilnius finden am Lehrstuhl für Deutsche Philologie folgende Gastvorträge von Prof. Dr. Julia Nantke und Dr. Marie Flüh (Universität Hamburg) statt:

Dienstag, den 28.10.2025
13:00-14:30 Uhr, Raum 128

„Genderrollen automatisiert annotieren“

Bitte bringen Sie einen Laptop mit und laden Sie sich vorab den Classifier für Genderrollen herunter und sichern Sie ihn auf Ihrem Computer auf dem Desktop ab. Bitte laden Sie sich ebenfalls vorab das StanfordNER-Tool herunter und legen Sie es auf Ihrem Desktop ab. Bitte lesen Sie zur Einführung den kurzen Text von forTEXT: https://fortext.net/routinen/methoden/named-entity-recognition-ner

Bitte laden Sie sich die beiden Texte Marie v. Ebener-Eschenbach: Lotti, die Uhrmacherin und Arthur Schnitzler: Lieutenant Gustl von Moodle herunter. Alle Links zu den verwendeten Tools und Classifiern finden Sie ebenfalls auf Moodle.

Mittwoch, den 29.10.2025
11:00–14:30 Uhr, J. Balkevičius-Raum

„Emotionsanalyse von Drehbüchern, Seminar Kino/Regiebücher“

Bitte bringen Sie einen Laptop mit, der im dem lokalen WLAN verbunden ist (Tablet reicht nicht aus, Tastatur und Maus werden benötigt). Bitte legen Sie sich vor dem Seminar unter https://catma.de/ einen CATMA-Account an oder loggen Sie sich bei CATMA mit Ihrem Google-Accout ein.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Julia und Marie 3

Ein Studium – zwei Diplome: Vorstellung des double degree-Studiengangs in Germanistik mit der Universität Hamburg im Rahmen des Mehrsprachigkeitsforums

Der Lehrstuhl für Deutsche Philologie der Universität Vilnius stellte im Rahmen des Mehrsprachigkeitsforums den double degree-Studiengang „Germanistik“ vor. BA-Studierende der Germanistik an der Universität Vilnius haben seit 2025 die Möglichkeit, an der Universität Hamburg mindestens ein Semester Deutsch und Literatur zu studieren und nach Abschluss des Studiums zwei Diplome zu erwerben: eines von der Universität Vilnius und eines von der Universität Hamburg. Dr. Skaistė Volungevičienė, die die Initiative für den Doppelabschluss mit der Universität Hamburg koordiniert, wies darauf hin, dass die Teilnahme an diesem Programm unabhängig davon möglich ist, ob man bereits mit Deutschkenntnissen in das Studium einsteigt oder die Sprache an der Universität von Null an lernt.

Das Mehrsprachigkeitsforum „Mehr als eine Fremdsprache: Bildung, Sicherheit, Kultur – ZUKUNFT“ fand am 14. November 2025 in der Bildungsakademie der Vytautas-Magnus-Universität statt und wurde von dem Litauischen Verband der Englischlehrenden, dem Litauischen Verband der Lehrenden und Dozierenden für Spanisch, dem Litauischen Verband der Lehrenden und Dozierenden für Französisch und dem Litauischen Deutschlehrerverband initiiert.

Während des Forums fanden öffentliche Diskussionen zu aktuellen Fragen der Mehrsprachigkeit und des Sprachunterrichts statt. Eine der Diskussionen stand unter dem Thema „Stärkung der Lernmotivation: Wie man Fremdsprachen in der Schule erfolgreich beibehält“ und wurde von Ona Marija Vyšniauskė (British Council in Litauen) moderiert. Zusammen mit Kristina Urbonienė, Lina Šapkauskienė und Laurita Markevičiūtė-Zakarevičė diskutierte auch Dr. Daumantas Katinas, Dozent am Lehrstuhl für Deutsche Philologie der Universität Vilnius. In der Diskussion sagte Dr. Daumantas Katinas, dass die Arbeit eines Lehrers sehr wichtig und wertvoll sei, dass Kinder so früh wie möglich mit dem Erlernen von Fremdsprachen beginnen sollten und dass jungen Menschen dafür möglichst viele Möglichkeiten und Initiativen angeboten werden sollten. „Wie viele Sprachen du sprichst, sooft bist du Mensch“ – das ist einer der Lieblingssprüche von Laurita Markevičiūtė-Zakarevičė, Germanistin und Absolventin der Universität Vilnius, zum Thema Sprachenlernen. Zusammen mit Ahmed Salem, Student des Bachelorstudiengangs „Germanistik“ an der Universität Vilnius, stellte Dr. Daumantas Katinas auch die Aktivitäten der Stiftung „Zukunftsfonds Deutschland-Baltikum“ vor.

Ich glaube an das Motto des Forums, dass mehr als eine Fremdsprache die Zukunft ist – so sagte der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Cornelius Zimmermann, bei der Eröffnung des Forums und rief dazu auf, Sprachen zu lernen und Brücken zu bauen. „Sprachen zu beherrschen bedeutet Freiheit und Sicherheit für uns.“

Themenheft der Zeitschrift KALBOTYRA „Perspektiven einer zugänglichen und fundierten Korpusmethodologie in Forschung und Lehre“ als Resultat der Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Hamburg und Vilnius 

Kalbotyra 78 2025

2025 ist im Wissenschaftsverlag der Universität Vilnius das Themenheft der wissenschaftlichen Zeitschrift Kalbotyra 78 (2025) mit dem Titel „Textanalyse in Theorie und Praxis: zugängliche und zuverlässige Methoden und Instrumente“ erschienen. Die thematische Ausgabe der Zeitschrift wurde in Zusammenarbeit der Germanistinnen und Germanisten der Universitäten Hamburg und Vilnius im Rahmen der germanistischen Institutspartnerschaft „Korpusdidaktik für formelhafte Sprache“ (KoDi-FS) erstellt. Die Redaktion von Kalbotyra, Jolanta Šinkūnienė, Vaiva Žeimantienė und Justina Daunorienė, wurde bei der Erstellung des Themenheftes durch die Gastherausgeberinnen Heike Zinsmeister (Universität Hamburg), Skaistė Volungevičienė (Universität Vilnius) und Carla Sökefeld (Universität Hamburg) unterstützt.

In der Zeitschrift Kalbotyra 78 (2025) werden Artikel in deutscher, englischer und litauischer Sprache veröffentlicht. Das Themenheft versammelt Beiträge, die den Einsatz von Korpora in Forschung und Lehre beleuchten, die Bedeutung von „Corpus Literacy“ reflektieren und Folgen für eine fundierte Korpusdidaktik ableiten. Es vereint Fallstudien, die die Anwendung spezifischer Korpora und Werkzeuge auf konkrete Forschungsfragen demonstrieren, didaktische Szenarien entwickeln, bei denen die Korpusmethoden entweder in die Materialerstellung oder unmittelbar in den Unterricht integriert werden, sowie Diskussionen zu den methodischen und technischen Grundlagen korpusbasierter Forschung. Darüber hinaus enthält es Reflexionen über die Herausforderungen des Aufbaus und der Annotation von spezialisierten Korpora und diskutiert den Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz zur Unterstützung linguistischer und literaturwissenschaftlicher Analysen sowie zur Korpusentwicklung. Das Themenheft wird durch eine Rezension abgerundet.

Die Veröffentlichung des Themenheftes Kalbotyra 78 (2025) wurde vom Forschungssrat Litauens über das Programm für die lituanistische Forschung 2025–2030 (Projekt-Nr. P-LISs-25-62) und über das Projekt der germanistischen Institutspartnerschaft zwischen den Universitäten Hamburg und Vilnius durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus den Mitteln des Auswärtigen Amts finanziert.

BEITRÄGE

Eglė Kontutytė

Was können Korpora besser als andere digitale Hilfsmittel? Korpusarbeit im fachbezogenen DaF-Unterricht am Beispiel der Rechtssprache

Marie Flüh

Digitale Literaturwissenschaft und pädagogische Praxis

Carla Sökefeld | Anastasiia Stulen

Korpusbasierte Übungsmaterialien für die Vermittlung von Korpuskompetenzen im DaF-Unterricht

Baiba Egle | Dzintra Lele-Rozentāle | Agnese Dubova | Gints Jēkabsons

Building and annotating a bachelor paper abstract corpus: First findings about Latvian student abstracts

Bernhard Fisseni | Deniz Sarikaya | Bernhard Schröder

How to annotate a corpus for research on frames in the language of mathematics

Skaistė Volungevičienė | Maximilian Arndt

KI als Hilfsmittel für die Formulierung von Suchanfragen in Korpora

Patrick Grommes | Anastasiia Stulen

Vom Seminar zur Praxis: Korpusgestützt lehren lernen

Veslava Čižik-Prokaševa

Daiktavardžio pyktis valentingumas Dabartinės lietuvių kalbos tekstyne

RECENZIJA

Christa Dürscheid

Melanie Andresen. Computerlinguistische Methoden für die Digital Humanities: Eine Einführung für Geisteswissenschaftler:innen

DAAD-Lehrassistentin Carolin Schmitz am Lehrstuhl für Deutsche Philologie

Carolin Schmitz ist seit September 2025 als Lehrassistentin am Lehrstuhl für Deutsche Philologie der Universität Vilnius tätig. Ihre Tätigkeit wird durch das Lehrassistenz-Stipendium „Deutschlehren.International“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) gefördert. Carolin Schmitz stellt sich vor:

„Ich heiße Carolin Schmitz und bin seit September 2025 als Lehrassistentin am Lehrstuhl für Deutsche Philologie der Universität Vilnius tätig. Ich habe Anglistik, Geschichte und Bildungswissenschaften (B.A., M.Ed.) an der Universität zu Köln studiert und war zuletzt als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Institut der Universität zu Köln tätig.

An der Universität Vilnius unterrichte ich die Kurse „Interkulturelle Kommunikation“ und „Gegenwartsdeutsch“. Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, meine didaktisch-methodischen Fähigkeiten in der Fremdsprachenvermittlung auszubauen und zugleich die litauische akademische Kultur kennenzulernen. Sowohl von den Kolleg:innen als auch von den Studierenden wurde ich sehr freundlich empfangen und ich freue mich auf die kommenden zehn Monate.“

Schmitz Caro

Gastvorträge von Dr. Klaus Geyer (Süddänische Universität in Odense) im Rahmen eines Erasmus+ Aufenthalts

Im Rahmen eines Erasmus-Aufenthaltes finden am Lehrstuhl für Deutsche Philologie folgende Gastvorträge von Dr. Klaus Geyer (Süddänische Universität) statt:

Montag, den 13.10.2025

15:00-16:30 Uhr, Studienraum Germanistik (Raum A9)

Kolloquiumsvortrag „Linguizismus – ein Thema für den akademischen Unterricht?“

Dienstag, den 14.10.2025

13:00-14:30 val., Studienraum Germanistik (Raum A9)

„Gesprochener Standard (Deutsch) aus der Perspektive der Konstruktionsgrammatik“

Mittwoch, den 15.10.2025

17:00-18:30 val., Raum 129

„Interkomprehension im Fachsprachenunterricht“

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Einladung zum Workshop „Korpora und Editionen. Ansätze der Digital Humanities und didaktische Perspektiven“

Workshop am 2.–3. Februar 2026 an der Universität Vilnius und interner Projekttag.

Am 2. und 3. Februar wird im Rahmen der Institutspartnerschaft der Universitäten Hamburg und Vilnius an der Universität Vilnius ein öffentlicher Workshop zum Thema „Korpora und Editionen: Ansätze der Digital Humanities und didaktische Perspektiven“ stattfinden, gefolgt von einem internen Arbeitstreffen am 4. Februar.

Wir freuen uns, die beiden folgenden Plenarvorträge ankündigen zu können:

  • Prof. Dr. Jörg Meier (Universität Innsbruck/UPJŠ Košice) „Deutsch- und mehrsprachige Presse in Mittel- und Osteuropa im Kontext der Korpora digitaler Quellensammlungen. Aufgaben und Perspektiven für Lehre und Forschung“
  • Prof. Dr. Cordula Meißner (Universität Innsbruck) „Möglichkeiten der Korpuspragmatik – am Beispiel der Untersuchung von Indexikalität“

Wir laden Einreichungen für Vorträge zu allen Bereichen der germanistischen Korpusanalyse (Linguistik und Literaturwissenschaft) ein, insbesondere auch zur Aufbereitung von (zum Beispiel literarischen oder historischen) Editionen für die Korpusanalyse, korpusgestützte DaF-Forschung und -Lehre, Ansätze der Digital Humanities in der Germanistik sowie Perspektiven für die korpusdidaktische Lehre. Die Sprache des Workshops ist Deutsch.

  • Abstract: 200-300 Wörter (plus Literaturangaben)
  • Bitte senden an:
  • Vortragslänge: 20 Minuten + 10 Minuten Diskussion
  • Teilnahmegebühr: 150,- €

Wichtige Termine:

  • Deadline für Einreichungen von Abstracts: 30.10.2025
  • Annahmebestätigung bis: 15.11.2025
  • Workshoptage: 02. und 03.02.2026 (plus projektinternes Treffen am 04.02.2026)

Hier geht es zum Call for Papers.

Organisation:

  • Skaistė Volungevičienė (Vilnius)
  • Vaiva Žeimantienė (Vilnius)
  • Heike Zinsmeister (Hamburg)

Kontakt
Mail:

Stipendium für ein Semester an der Universität Hamburg

Liebe BA- und MA-Studierende, wir laden Sie ein, sich um ein Stipendium für einen Semesteraufenthalt (5 Monate, April 2026 – August 2026) an der Universität Hamburg zu bewerben.

Wenn Sie ein ganzes Semester an der Universität Hamburg studieren, so werden Ihre Leistungen ähnlich wie im ERASMUS+-Programm angerechnet.

Der Aufenthalt wird über das Programm Germanistische Institutspartnerschaften (GIP) des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) finanziert.

Höhe des Stipendiums: 992 EUR pro Monat + 400 EUR für die Reisekosten (einmalig).

Zeitraum: Frühjahrsemester 2025/2026.

Senden Sie bitte Ihr Motivationsschreiben in deutscher Sprache und Zeugnis des letzten Semesters bis zum 15. Oktober 2025 an die E-Mailadresse:

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Skaistė Volungevičienė (per E-Mail, MS Teams oder kommen Sie im Lehrstuhl vorbei).

Uni HH SV